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Klimaneutralität Das Kyoto-Protokoll legt verbindliche CO2-Reduktionsziele in den Industrieländern fest. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen um 21% gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel wurde mit einer Senkung von 21,4% sogar übertroffen.

Das Prinzip der Klimaneutralität ist im Kyoto-Protokoll (Clean Development Mechanism [CDM], Joint-Implementation [JI]) verankert. Dort wurde festgelegt, dass CO2-Emissionen, die in Industriestaaten verursacht wurden, ausgeglichen bzw. kompensiert werden können. Dies ist möglich, da CO2 eine globale Schädigungswirkung besitzt. Das bedeutet, Emissionen, die an Ort A entstehen, können durch Klimaschutzmaßnahmen an Ort B ausgeglichen werden.

Von "klimaneutral" spricht man, wenn in Höhe eines berechneten Emissionsausstoßes Emissionsminderungszertifikate aus anerkannten Klimaschutzprojekten gekauft und anschließend gelöscht oder stillgelegt werden. Wenn also in Deutschland beispielsweise durch die Fertigung eines Messestandes CO2-Emissionen entstehen, so können diese durch Emissionsminderungszertifikate in Höhe der berechneten Emissionsmenge durch Klimaschutzprojekte in anderen Ländern kompensiert werden.

Die Klimaschutzprojekte liegen vornehmlich in Entwicklungs- und Transformationsländern und erzeugen allesamt Strom aus erneuerbaren Energien (z.B. Wind-/ Wasserkraft). Der Betrieb der Klimaschutzprojekte wird durch den Verkauf der Emissionsminderungszertifikate finanziert bzw. überhaupt erst möglich gemacht. Jedes verkaufte Zertifikat aus einem Klimaschutzprojekt trägt zu mehr regenerativer Energieerzeugung und zu einer Verbesserung der sozial-ökologischen Bedingungen vor Ort bei.

Einem Emissionsausgleich sollte immer eine Emissionsvermeidung vorausgegangen sein.
Je mehr CO2 von Anfang an reduziert werden kann, umso besser für das Klima.
Der Mechanismus der Klimaneutralität eignet sich als Ergänzung zu einem umfassenden Nachhaltigkeitsengagement. So können verbleibende Emissionsmengen, auf die man keinen reduzierenden Einfluss mehr ausüben kann, ausgeglichen werden.

Wurde ein Emissionsausgleich vollzogen, so werden Produkte und Dienstleistungen als klimaneutral gekennzeichnet. So wird aktiver Klimaschutz sichtbar und transparent geleistet. Unternehmen, deren Produkte die Kennzeichnung tragen dürfen, demonstrieren damit einmal mehr ein gelebtes Verantwortungsbewusstsein für ihr Handeln heute und morgen.